Menschlich und individuell ...

25.11.2015

... was selbstgebackener Kuchen mit Augenheilkunde zu tun hat

„Jeder weiß, wie schön es ist, sich nach einem überstandenen Abenteuer mit Speis und Trank zu stärken. Das Leben hat einen dann wieder. Dies gilt auch nach einer überstandenen Operation. Unsere Patienten nehmen es sehr dankbar an, wenn sie nach dem Ausschleusen aus dem OP-Bereich auch kulinarisch umsorgt werden“. Dr. Yorck Walpuski

In der Wilhelminenstraße 43 im Zentrum Kiels dreht sich eigentlich alles rund um das Thema Augenheilkunde. Das der Patient hier keine Nummer ist und ihn mehr erwartet als „rein, rauf, runter, raus“ wird einem schon klar, sobald man – vom großen Parkplatz direkt vor der Tür kommend – das architektonisch besondere Gebäude betritt. Keine Spur von Klinikatmosphäre oder staubigen Wartezimmern. Es ist  es offen, hell und einladend. Dezentrale Wartebereiche mit Piano und anspruchsvollen Bildern bringen äußere Ruhe.

Auf meine Frage, warum die Patienten denn ausgerechnet ins Wilhelminenhaus nach Kiel kommen, antwortet Herr Dr. Walpuski: „Auch wegen der weichen Faktoren. Zwar haben wir die modernste Diagnostik und unsere Ärzte erbringen im OP exzellente augenchirurgische Leistungen; aber das muß ein Patient erwarten können. Das ist der Anspruch an uns selbst. Daneben hören wir immer wieder das, was uns besonders macht und abhebt: Menschlichkeit, Empathievermögen und die Art, mit der wir uns um die Patienten kümmern.“ So weiß man auch im Wilhelminenhaus, dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhalten und es gibt im hauseigenen Bistro „WILHELMINE“ Gastronomie für den kleinen und großen Hunger. Ein besonderes Highlight in den Augen der Patienten sind Lina Alkers selbstgebackene Kuchen. Oftmals kommen Patienten nur ihretwegen früher, um einen Schnack zu halten und „weil der Kuchen so lecker ist“. Die Angehörigen nutzen diese Möglichkeit ebenfalls gerne, um die Wartezeit zu überbrücken.

„Die Patienten kommen mit ihren Erkrankungen, Ängsten und Hoffnungen zu uns. Wir nehmen sie von Anfang an an die Hand“, so Dr. Walpuski. „Jeder im Team nimmt sich ausreichend Zeit. Von der Anamnese über die OP-Besprechung bis zur Erreichbarkeit nach der OP. Jeder Patient bekommt auf dem Weg nach Hause auch die Handynummer des Operateurs an die Hand. Für alle Fälle!“ Die Operationen im Wilhelminenhaus erfolgen alle ambulant. Das Leistungsspektrum des OP-ZENTRUM-WILHELMINENHAUS bietet die komplette Bandbreite der modernen Augenheilkunde; vom Einpflanzen spezieller Linsen in die Augen über die plastische und kosmetische Lidchirurgie bis hin zur Netzhaut- und Glaskörperchirurgie.
Nicht nur der Graue, sondern auch der Grüne Star ist ein Thema: „Wir müssen immer wieder mit Irrtümern aus früheren Jahren aufräumen, so etwa, dass man den Grünen Star nicht operieren kann. Das ist falsch!“ So Dr. Walpuski. Kann der Augendruck trotz medikamentöser Behandlung mit Augentropfen nicht befriedigend eingestellt werden, wird bei der OP ein sehr feiner Kunstkanal gebildet, durch den das unter Druck stehende Kammerwasser unter die Bindehaut abfließen kann. Der Augendruck normalisiert sich danach innerhalb weniger Tage dauerhaft. Die Operation gilt nach wie vor als der Goldstandard, an dem sich alle anderen Glaukomoperationen messen lassen müssen. Für die Patienten sie eine große Erleichterung, da die Augentropfen meist komplett entfallen können. Jede OP wird im Wilhelminenhaus von einem fürsorglichen Team individuell begleitet. Helles Tageslicht durchflutet den großzügigen Anästhesiebereich mit 5 Metern Deckenhöhe. Hier wirken die Anästhesistin Frau Dr. Ulmer und ihr Team. Völlig entspannt rollen die Patienten danach in die Hände des eigentlichen OP-Teams, bestehend aus den Operateuren Dr. Walpuski und Dr. Kiese, 3 OP-Schwestern und einem OP-Pfleger. Alle Eingriffe erfolgen komplett schmerzfrei. Am Ende erholen sich die Patienten im Ruhebereich. Man macht sich in diesem Moment klar, das alles überstanden ist und noch nicht einmal wehgetan hat. Glückliche Entspannung tritt ein und nie schmecken eine Tasse Kaffee oder eine Tasse Tee mit Käseschnittchen besser, als in einer solchen Situation. Und hier schließt sich der Kreis zu einer „menschlichen Full-Service“ Leistung.

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