Björn Dunkerbeck

23.09.2015

41x Weltmeister

Franz Schiffner im Gespräch mit Björn Dunkerbeck.

Ich selbst habe mit 13 Jahren mit dem Windsurfen begonnen, d. h. ich bin mit dir, Naish, Bringdal usw. „groß“ geworden. Wie bist du zum Windsurfen gekommen?
Durch meine Mutter Ulla und meinen Vater Eugen – sie haben in Dänemark schon Windsurfing betrieben und sind später nach Gran Canaria ausgewandert. Dort haben sie in der Nähe ihrer Bungalow-Anlage „Side Shore“ am Playa del Aguila eine Windsurf-Station aufgemacht, die ich jetzt übernommen habe.

Was die Erfolge angeht, bist du ja unübertroffen. Als langjähriger Konkurrent galt  Robby Naish.
Habt ihr euch trotzdem gut verstanden?

Am Anfang war sicher der Altersunterschied zu groß, dann waren wir harte Gegner. Aber seit Robby keine Contests mehr surft verstehen wir uns immer besser!
Wir wohnen z. B. beide im Miramar auf Sylt, frühstücken und essen oft abends zusammen. Wir treffen uns natürlich auch auf anderen Flecken der Erde, wie bspw. auf  Maui, in Frankreich und auf der BOOT DÜSSELDORF

Hast du noch Kontakt zu langjährigen Weggefährten?
Ja sicher, zu Bernd Flessner, Robby, Anders Bringdal aber auch zu anderen, die ich immer wieder treffe und zu denen ich auch über Facebook den Kontakt halte.

Wie war das Leben auf der Tour?

Busy, viel reisen und oft im Flieger. Ich habe sehr viel erlebt und schöne Plätze und Leute kennengelernt. Aber es ist auch hart und nicht jedermanns Sache.

Bleibt genug Zeit für die Familie?
 
Jetzt immer mehr und  meine Familie war
auch oft dabei, ob Worldcup Sylt, Maui oder Cabo Verde.

Letztes Jahr auf Sylt hast du ja offiziell deine World Cup-Karriere beendet (in Deutschland).
Was macht ein 41-facher Champion danach? 

Ja, ich fahre keinen Slalom  mehr, werde aber noch lange speedsurfen. Die „Dunkerbeck speed challenge“ und einige Long Distance Rennen werde ich mitsurfen, wie bspw. in St. Barth Ende Januar. Bei der „Defi Wind“ mit 1.200 Windsurfern Mitte Mai 2016 in Gruissan, Südfrankreich, bin ich am Start, ebenso steht auch das „Bonaire Sorobon Masters“ für 2016 auf dem Plan.

Welche Pläne hast du für deine Zukunft?

Mehr Zeit bei guten Windbedingungen auf dem Wasser zu verbringen und Windsurfen weiterhin promoten. Zeit für die Familie ist wichtig. Dann engagiere ich mich für einige Projekte wie „Wings for Life“ und die „Loro Parque Fundacion“ zum Schutz der Meeresbewohner.

Dann wünsche ich dir für die Zukunft alles Gute. Vielen Dank Björn, dass du dir die Zeit genommen hast.

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