Neue Spitze bei Queisser Pharma

03.05.2018

Jan K. Kuskowski und Axel Kaempfe

Fotos: Claudia Kleimann-Balke und Reni Schiffner, Titelbild: Queisser Pharma

Queisser Pharma ist vielen durch das Energie-Tonikum von Doppelherz ein Begriff. Tatsächlich hat Queisser jedoch noch viel mehr zu bieten. Mit 250 Millionen Euro Umsatz gehört das Flensburger Unternehmen zu den bedeutsamen deutschen Unternehmen im Bereich der Selbstmedikation und blickt auf eine über 120-jährige erfolgreiche Firmengeschichte zurück, in der es schon immer um Produkte rund um das Thema Gesundheit ging.
Die Produktpalette reicht von Nahrungsergänzungsmitteln über Medizinprodukte bis hin zu Arzneimitteln – für die Bedürfnisse der Kunden nach modernsten Anforderungen entwickelt. Von der Haftcreme für Prothesen bis hin zu speziellen Produkten, die für jede Lebenssituation und für alle Bereiche von Kopf bis Fuß die passende Unterstützung bieten. Dabei behält das Flensburger Unternehmen immer eines im Fokus: Die Gesundheit seiner Kunden.

Dr. Claudia Kleimann-Balke und Reni Schiffner von „DIE BESTEN im Norden“ trafen den neuen Geschäftsführer der Queisser Pharma GmbH & Co. KG Herrn Axel Kaempfe im Flensburger Stammsitz.

Seit Januar dieses Jahres führt der dynamische Mann mit norddeutschen Wurzeln – er ist gebürtiger Kieler – das international aufgestellte Unternehmen. Im Privatleben stärkt ihm seine junge Familie den Rücken. Im Job weiß er Jan K. Kuskowski, der nach wie vor Geschäftsführer im Bereich Sales & Marketing ist, an seiner Seite. Kaempfe und Kuskowski führen Queisser als Traditionsunternehmen, vor allem was die Prozesssicherheit dank jahrzehntelanger Erfahrung anbelangt, hat aber auch den Start-up-Gedanken in Bezug auf Innovation und Anpassungsfähigkeit im Auge. Beruflich gestartet ist er im Jahr 2000 bei Queisser inklusive Studium im Hause. Er durfte verschiedene Bereiche kennenlernen, vom Con-trolling über den Außendienst bis hin zum Key-Account. Anschließend sammelte er Erfahrungen in anderen Branchen und Bereichen. Eine lehrreiche Zwischenstation erlebte er bei Olympus, wo er das Arbeiten in einem Konzern erlebte. In globalen Projekten in Japan und England konnten internationale Erfahrungen gemacht werden.
Queisser beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter weltweit – davon 296 in Flensburg. Keine Nachtschichten und für Praktika, Ausbildung und duale Studiengänge seit Jahren ein stabiler  Ansprechpartner im Norden. Queissers Arbeitgeberqualität wird laufend durch Auszeichnungen honoriert – wie zum Beispiel wiederholt TOP JOB, wo anhand einer wissenschaftlichen Mitarbeiterbefragung Queisser Pharma mehrmals als einer der besten Arbeitgeber im deutschen Mittelstand geehrt wurde.

Das Gütesiegel TOTAL E-QUALITY, welches für eine an geschlechtlicher Chancengleichheit orientierte Personalpolitik steht, belegt dem frauendominierten Unternehmen, dass es sich zum Beispiel mit Kinderbetreuung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzt.

Durch die regionale Förderung von Kindern und die Vergabe von Senioren- und Juniorenpreisen sowie
die Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten beweist Queisser soziales Engagement in der Region.

GESUNDHEITSPRODUKTE FÜR DIE WELT

„Unsere  Märkte sind so vielfältig wie unsere Produkte, denn überall auf der Erde ticken unsere Kunden anders“, erklärt AXEL J. JUERGENSEN, Export Director Queisser Pharma in Flensburg, „wir haben das schon vor vielen Jahren erkannt und arbeiten deshalb mit Spezialisten zusammen – mit Menschen, die sich mit Land und Leuten auskennen. Denn nur, wenn wir wissen, was unsere Kunden wollen, können wir ihnen das auch bieten.“ Queisser arbeitet nach der Devise „All business is local“, und fährt gut damit – weltweit.

Der Export boomt seit durch Glasnost und Perestroika die Visionen Michael Gorbatschows den Eisernen Vorhang fallen ließen und sich der Markt in Richtung Osten öffnete. „Der Hunger in den Ländern der Sowjetunion war riesengroß“, erinnert sich Axel J. Juergensen, „und zwar nicht nur nach Kosmetik und Mode, sondern auch nach unseren Gesundheitsprodukten.“ Es stellte sich also nicht mehr die Frage, ob, sondern wie man in Osteuropa Fuß fassen könnte. Mit nur vier Produkten im Gepäck – darunter natürlich auch das Doppelherz Tonikum, das übrigens einen stattlichen Alkoholgehalt von 18 Prozent mitbringt – ging man vor Ort auf die Suche nach geeigneten Vertriebspartnern und eroberte schnell den russischen Markt.

Von dort aus explodierte der Verkauf von Nahrungsergänzungen förmlich und schwappte auf benachbarte Länder über. Von Anfang an hat sich die Zusammenarbeit mit ortskundigen Partnern bewährt. Sie kennen die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen, loten die Wettbewerbssituation aus. Inzwischen arbeitet das Flensburger Unternehmen mit weltweit insgesamt 63 Vertriebspartnern in ebenso vielen Ländern zusammen. Sie kümmern sich vor Ort um Vertrieb und Marketing. In den Kernexportgebieten Russland, Rumänien, Bulgarien, in der Türkei, der Ukraine und in Polen unterhält Queisser eigene Tochtergesellschaften. „Wir haben überschaubare, motivierte Mannschaften und sind präsent. Unsere Partner bringen ihr wertvolles Know-how über die Kultur ihres Landes mit. Wir können nach ihren Angaben am Standort Flensburg flexibel und schnell auf individuelle Wünsche reagieren und auch kleine Chargen für einen überschaubaren oder speziellen Markt produzieren“, erklärt Axel J. Juergensen.
Heute liegt der Fokus der Expansion auf Asien und sorgt dafür, dass die Gesundheitsmarke Doppelherz auch im Land des Lächelns angekommen ist. „Asien ist verrückt nach Made in Germany“, schmunzelt der Export Director, „der Claim ist noch immer ein Synonym für Qualität und Werte. Auf unseren Umverpackungen für den asiatischen Markt weisen wir an prominenter Stelle auf das Herstellungsland hin.“ Im sehr technikaffinen China werden 100 Prozent der Nahrungsergänzungen online verkauft. Und während in Polen Produkte aus der Protefix-Reihe echte Problemlöser für Zahnersatz sind, haben die Nahrungsergänzungen in China zum hippen Lifestyle-Produkt für gesunde Menschen avanciert. „Übrigens“, ergänzt der Exportchef, bei aller Vielschichtigkeit der Märkte haben sie doch in allen Ländern etwas gemeinsam – es sind zum überwiegenden Teil Frauen, die sich um die Gesundheit der Familie kümmern.“


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